Chronik des Musikvereins Papenburg von 1996 e.V.

Der Musikverein Papenburg wurde am Freitag, 18. Oktober 1996 gegründet. In der Gründungsveranstaltung in der Gaststätte „Zur Waldlust“ in Papenburg übernahm Rainer Pruin den Posten des 1. Vorsitzenden. Neben ihm vervollständigten Dr. Claus Aßmus, Günter Ruppel, Elvira Aßmus und Ruth Romeik-Pruin den Vorstand des neuen Vereins.

Bereits bei der Gründung konnte der Musikverein 47 Mitglieder zählen. 14 von diesen waren zu der Zeit passive Mitglieder oder Förderer. Die weiteren 33 Mitglieder waren aktive Musiker, die unter der Leitung des Dirigenten Constantin Chepa nun in einem neuen Verein Musik machen konnten. Überwiegender Teil der Musiker waren Jugendliche, die bislang das Blasorchester des TV Papenburgs bildeten.

Ziel des Musikvereins ist es, die Blasmusik auf breiter Grundlage zu fördern.  Deswegen gab es zur Gründungszeit vier unterschiedliche Formationen: Zum einen das Blasorchester SSO, welches symphonische und konzertante Musik präsentierte. Mit Stimmungsmusik glänzten die Moorjodler, im Genre Swing, Jazz und Rock war die Big Band „Mezzoforte“ beheimatet. Darüber hinaus gab es noch ein klassisches Quintett namens „Nostra Musica“. Proberäume waren damals in den Kirchenräumen der St. Josef Gemeinde im Vosseberg, in der Waldlust und in der Musikschule Intermezzo.

Der erste Auftritt des neu gegründeten Vereins war nicht in der Heimatstadt  Papenburg, sondern im rund 200 Kilometer entfernten Bielefeld. Anlass dieses historischen Ereignisses im Oktober 1996 war die „Bayrische Nacht“ in der Gaststätte „Schlachthof Mersmann“.

Neben der schon fast zur Routine gewordenen Probearbeit, ließ es sich der Musikverein nicht nehmen, auch andere Projekte anzustoßen. Herausgegriffen sei dabei das Musical „Ein Ende ohne Musik oder Musik ohne Ende“. Dieses wurde im März 1997 im Rahmen des Kreativwettbewerbs „No hope in Dope“ von Joe Wittrock vom Musikverein Papenburg selbstgeschrieben, inszeniert und letztendlich vor dem begeisterten Publikum aufgeführt.

Im gleichen Jahr präsentiert der Musikverein auf der Jahreshauptversammlung am 21. November sein neues Vereinslogo. Der Entwurf von Marc Huse ist noch heute Teil des Musikvereins. Ebenfalls 1997 begannen die Musiker mit einer Tradition, die auch noch heute jährlich wiederholt wird: Dem Spielen weihnachtlicher Klänge nach der Christ-Mette an Heilig Abend vom Rathausbalkon.

Der Musikverein wächst in den nächsten Jahren zügig weiter. Im März 1998 gibt der damalige Papenburger Bürgermeister Ulriche Nehe bekannt, 100. Mitglied des Vereins zu werden. Bis zum heutigen Tag ist er immer noch Mitglied, seit Oktober 2006 sogar Ehrenmitglied.

Mit den Vorstandswahlen 1999 beginnt die Ära von Hans Koop. Als Vorsitzender des Musikvereins führt er zehn Jahre lang die Aufgaben und erwies dem Verein große Dienste. Ohne seine Hilfe wäre es z.B. nicht möglich gewesen, den Bau eines eigenen Vereinsraumes in der Musikschule Intermezzo voranzutreiben. Seit Mitte 2000 konnte der Musikverein sich wöchentlich dort treffen. Neu dabei war nun auch das Jugendblasorchester unter der Leitung von Sven Koop. Hier sollten junge Nachwuchsmusiker langsam an das Orchesterleben und –arbeiten herangeführt werden.

Das fünfjährige Bestehen im November 2001 feierte man in der Vosseberg-Kirche mit einem kleinen Jubiläumskonzert.

Neben dem SSO und JBO  sollte im Januar 2002 auch noch ein vokaler Bereich in den Verein eingegliedert werden: Der Chor Madrigal komplettierte die musikalische Bandbreite des Vereins.

Für reichlich Aufmerksamkeit sorgte im Juni 2004 das JBO. Mit dem ersten Platz bei dem Internationalen Blasmusikfestival in Bad Zwischenahn zeigte sich das musikalische Talent der Nachwuchsmusiker. In der Kategorie Jugendorchester konnte sich das Papenburger JBO gegen 18 internationale Musikergruppen durchsetzen.  Und auch der Chor konnte große Erfolge feiern: So präsentierten die Sängerinnen und Sänger ihr Können vor mehr als 800 Zuschauern beim Blauen Ball in Hamburg im März 2005.

Nach diesen Erfolgsmeldungen  kam es im Jahre 2006 zu einem Umbruch innerhalb des Orchesters. Zum zehnjährigen Jubiläum des Vereins spielten alle Gruppen ein fantastisches Konzert im Forum Alte Werft in Papenburg. Während des Konzertes gibt der Dirigent des SSO, Constantin Chepa, bekannt, dass er zum Ende des Jahres als musikalischer Leiter zurücktreten werde. Sein letztes Konzert wird er am 10. Dezember 2006 in der Aschendorfer Amanduskirche geben. Neuer Dirigent wird der bisherige Leiter des JBOs, Sven Koop. Er übernimmt nun beide Orchester. Chepa wird wegen seiner Verdienste für den Verein zum Ehrendirigenten ernannt.

Eine Ehrung kam Anfang 2009 auch Hans Koop zuteil:

Der langjährige Vorsitzende gibt sein Amt nach zehn Jahren ab. Sein Nachfolger wird Hans Hermann Robben. Für sein Engagement und seine Leistungen für den Verein verleihen die Mitglieder Hans Koop den Titel des Ehrenvorsitzenden.

Für das 15-jährige Bestehen des Vereins gab es am 18. Juni 2011 ein riesiges Spektakel. Alle befreundeten Orchester aus Waldaschaff, Oldenburg, Weener, Scharrel und aus dem niederländischen Eindthoven kamen nach Papenburg, um mit uns Musik zu machen. Höhepunkt war, neben der abendlichen Feier, das gemeinsame Musizieren aller Gruppen am Nachmittag in der Stadt. Die insgesamt 180 Musiker spielten unter der Leitung von Sven Koop vor den begeisterten Zuschauern trotz des schlechten Wetters.

Für das JBO war nach 13 Jahren leider keine Möglichkeit mehr, es aufrecht zu erhalten. Kaum Nachwuchs machte es unmöglich, ein eigenes Jugendorchester zu halten. So wurde es in das bestehende SSO integriert. Den letzten Auftritt hatte das JBO Ostern 2013.

Im Sommer 2014 stand dann eine weitere umfassende Änderung für den Musikverein an: Nach vielen Jahren, in denen wir in den Räumen der Musikschule Intermezzo proben konnten, mussten wir uns nach einer neuen Möglichkeit umschauen. Unsere Suche endete schließlich beim Forum Bethlehem. Hier haben wir nun einen neuen Proberaum und proben ab sofort immer freitagsabends von 19 bis 21 Uhr in den Räumen des Forums.

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